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CHRISTIAN LINDNER FORDERT MEHR EINSATZ FÜR GRÜNDER!
07.05.2018 - 18:36

von Ferdinand Schmieder



Am heutigen Donnerstag hielt Christian Lindner, Partei- und Fraktionsvorsitzender der FDP im Bundestag, einen Vortrag an der Uni Bayreuth zum Thema "Eine Gründerkultur für Europa". Organisiert wurde diese Veranstaltung von der LHG Bayreuth und der Stabsabteilung Entrepreneurship & Innovation Uni Bayreuth in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der Thomas Dehler Stiftung. Unser Kreisverband war unter anderem durch Teile des Vorstands und durch Christian Weber, Bezirkstagsdirektkandidat, vertreten. Ebenfalls anwesend war unsere Landtagskandidatin Luisa Funke-Barjak. Der Präsident der Thomas Dehler Stiftung und Bundestagsabgeordneter Thomas Hacker lobte in einleitenden Worten das Engagement im gesellschaftlichen und universitären Bereich: insbesondere Gründer erfüllten dies. Dem pflichtete Prof. Dr. Torsten Eymann, Vizepräsident der Uni Bayreuth, bei und erläuterte die zentrale Rolle der Uni Bayreuth in der Region als größter Arbeitgeber, aber auch als Innovationstreiber. Der sogenannte "Bayreuther Weg" solle eine Brücke zwischen der Wissenschaft und Wirtschaft schlagen.

Christian Lindner forderte mehr Einsatz für Gründer, da sie die treibende Kraft in der Gesellschaft seien und diese durch Innovationen voranbringen könnten. Dieser Einsatz muss zum einen durch politische Maßnahmen bewirkt und zum anderen durch eine neue gesellschaftliche Mentalität unterstützt werden.
Politische Maßnahmen seien eine Entbürokratisierung, wie beispielsweise einen online-durchführbaren Gewerbeantrag, wie es in Estland und seit neuestem in NRW der Fall sei. Aber auch eine vereinfachte Kapitalbeschaffung, die die Gründungen und die Gründer unterstützen sollte, sei eine Aufgabe der Politik. Gründer könnten z. B. durch ein Gründer-BAföG entlastet werden, denn: "Nicht das Geld der Familien sollte über Erfolg entscheiden, sondern nur die Idee".
In der Gesellschaft müsse ebenfalls ein Umdenken stattfinden, denn es mangelt an Gründungswilligen: In den USA wollen die besten Wissenschaftler in die Wirtschaft, in Deutschland blieben sie bevorzugt an der Uni. Zentrale gesellschaftliche Probleme seien außerdem Neid und Häme. Wenn es ein Gründer zu Erfolg bringen würde, komme oftmals großer Neid auf; die Gründer hätten nur Glück gehabt oder würden Angestellte ausbeuten. Ebenfalls tief verwurzelt in der Deutschen Mentalität sieht Lindner Häme. Falls ein Gründungsversuch nicht gelingt, wird auf die Gescheiterten herabgeblickt. Diese Einstellungen sieht er als größtes Hindernis, aber auch am einfachsten änderbar, weil es glücklicherweise in Deutschland immer mehr Querdenker gebe, die sich Neid und Häme entgegenstellten. Lindner spricht aus Erfahrung, da er selbst bereits zwei mal gegründet hat. Wie er sagt: "einmal erfolgreich und einmal lehrreich".

In einer abschließenden Fragerunde stellte sich Lindner dem kritischen Nachhaken der Studierenden, vor allem zu den Themen BAföG und seinen politischen Pläne. Lindner sagt, dass der BaföG-Satz angehoben und elternunabhängig sein müsse. Für Fachkräfte die nach einer Gründung fehlten, müsse ein neues Einwanderungsrecht geschaffen werden. In Deutschland solle aber die Bildung auch weiter ausgebaut werden. Nicht die einzelnen Bundesländer sollten sich untereinander messen, sondern Deutschland sich mit der Welt. Um weltbeste Bildung zu garantieren, fordert er mehr Vergleichbarkeit und Qualität, die nur durch eine Reform des Bildungsföderalismus erhöht werden könnten. Bildungseinrichtungen sollten außerdem weitestgehend autonom handeln können und durch eine bessere Finanzierung gefördert werden.
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